was tun gegen Hochwasser?

hab mich entschlossen die wichtigsten Meldungen online zu stellen.


# "Hochwasserkatastrophe muss Anlass f?r mehr Naturschutz sein" (CS) - Samstag, 27. August 2005

Den Gew?ssern mehr Raum geben / Renaturierung der Auen verbindet Naturschutz und Hochwasservorsorge

Angesichts der dramatischen Flutkatastrophe in S?ddeutschland sowie in der Schweiz und ?sterreich mahnt das Bundesamt f?r Naturschutz (BfN) einen sorgsameren Umgang mit unseren Gew?ssern an: "Der Naturschutz muss sowohl an unseren Fl?ssen als auch bei der Landnutzung einen gr??eren Stellenwert erhalten", sagte der BfN-Pr?sident Prof. Dr. Hartmut Vogtmann. Die Versch?rfung in Ausma? und H?ufung der Hochwasser in den letzten Jahren ist nach Auffassung des BfN vom Menschen mitverursacht. "?u?erungen zum Naturschutz als Verhinderer des wirtschaftlichen Fortschrittes sind absurd angesichts der gro?en volkswirtschaftlichen Belastungen, die Naturkatastrophen hinterlassen," erkl?rte Vogtmann. Allein im Jahr 2003 musste die M?nchener R?ck, die gr??te R?ckversicherung der Welt, Verluste von beinahe einer halben Milliarde Euro melden. Sie hatte schon 2002 errechnet: Wenn die Naturkatastrophen noch einmal 60 Jahre so zunehmen, wie in den letzten 40 Jahren, dann reicht das Bruttosozialprodukt der gesamten Menschheit zur Schadensregulierung nicht mehr aus.

"Auf j?hrlich 58 Milliarden Euro wird der wirtschaftliche Nutzen der Feuchtgebiete weltweit veranschlagt, wenn man ihren Beitrag zur Hochwasservorsorge und sonstige ?kologische Funktionen ber?cksichtigt", sagte der BfN-Pr?sident.

Flussbegradigungen, der Verlust von Auen, die intensive Landnutzung, die Fl?chenversiegelung und das nach wie vor hohe Niveau der Waldsch?den in den Hochlagen tragen zu den katastrophalen Auswirkungen der Fluten bei. "Die jetzige Katastrophe in S?ddeutschland wird zwar durch extreme Niederschl?ge verursacht. Sie muss aber gleichzeitig Anlass sein, die alarmierenden Zeichen f?r unseren oftmals verfehlten Umgang mit den Fl?ssen, deren Einzugsgebieten und dem Wasserhaushalt, insbesondere in Bezug auf die B?den Ernst zu nehmen", erl?uterte Vogtmann. Dramatisch ist nach Auffassung des BfN unter anderem der Verlust der Auen und damit der nat?rlichen ?berschwemmungsfl?chen. Von den ehemals gro?fl?chigen Auen unserer Str?me ist nur ein kleiner Teil ?brig geblieben. An fast allen gr??eren Fl?ssen wurden die Auen durch Staustufenbau, Kanalisierung und Regulierung sowie Deichbauten auf einen Bruchteil reduziert. Der Rhein b??te so ca. vier F?nftel seiner Auen ein, am deutschen Abschnitt der Elbe sind nur noch etwa 15 bis 20% der nat?rlichen ?berschwemmungsfl?chen erhalten.

"Die Funktion der Auen als Hochwasserretentionsfl?chen muss daher, wo immer m?glich, wieder hergestellt werden. Gleichzeitig m?ssen die noch vorhandenen naturnahen Auen, beispielsweise an Donau, Elbe und Rhein erhalten, langfristig gesichert und d?rfen keinesfalls durch weiteren Staustufenbau und Eindeichungen gef?hrdet werden", forderte Professor Vogtmann. Das BfN weist in diesem Zusammenhang auf die europ?ische Wasserrahmenrichtlinie hin, die derzeit in nationales Recht umgesetzt wird. Nach Auffassung des BfN bietet diese Richtlinie hervorragende M?glichkeiten, Naturschutz und Wasserhaushalt miteinander zu verbinden. "Diese Chance muss genutzt werden, denn die Wasserrahmenrichtlinie richtet den Blick auf die gesamten Einzugsge-biete unserer Str?me. Gerade dort muss ein vorsorgender Hochwasserschutz ansetzen und versuchen, die Fluten bereits im Entstehen zu entsch?rfen. Wir brauchen deshalb ein nationales Fluss- und Auenprogramm und m?ssen Renaturierungsma?nahmen an unseren B?chen, Fl?ssen und Str?men umsetzen, das BfN leistet dazu bereits seit Jahren einen wesentlichen Beitrag", erl?uterte Professor Vogtmann.

Als weiterer wichtiger Faktor zur Versch?rfung der Hochwasserentstehung wirkt die derzeitige Form der Bodenbearbeitung. In Verbindung mit der Monotonie der Fruchtfolgen in der intensiven Landwirtschaft wird der Boden verdichtet, das Wasseraufnahmeverm?gen vermindert und damit der Oberfl?chenwasserabfluss beschleunigt. Dies geschieht nicht nur in den Auen, sondern auf der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfl?che, immerhin die H?lfte der Landesfl?che. " Das gesunkene Wasseraufnahmeverm?gen vieler B?den muss Anlass zur ?nderung der landwirtschaftlichen Bodennutzung sein. Hier sind extensivere Nutzungen, die konservierende Bodenbearbeitung und insbesondere die Fruchtfolgen und Produktionstechniken des ?kologischen Landbaus eindeutig vorteilhafter", sagte der BfN-Pr?sident.

Quelle/Text: Bundesamt f?r Naturschutz
30.8.05 15:25
 


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